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Enzymtherapie

Einführung – Was sind Enzyme?

Enzyme sind Eiweiße, die im menschlichen Körper gebildet werden und dort an einer Vielzahl biochemischer Prozesse beteiligt sind. Dazu gehören Prozesse des Wachstums, der Atmung, in der Verdauung, Heilung, Abbau von Gift- und Abfallstoffen, Abtötung von Bakterien, Pilzen und Viren usw. Sie werden in sechs Gruppen aufgeteilt, die I: Oxidoreduktasen, Transferasen, Hydrolasen, Lyasen bzw. Synthasen, Isomerasen und Ligasen (Synthetasen) – je nach den von ihnen katalysierten Reaktionen. Insgesamt gibt es Tausende verschiedener Enzyme, welche die Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper umsetzen.

Enzyme werden aber auch synthetisch hergestellt und gelangen auf verschiedenen Gebieten zum Einsatz: Neben der Herstellung von Medikamenten finden sich Enzyme in Waschmitteln und bei der Herstellung von Lebensmitteln.

Anwendungsgebiete der Enzymtherapie

Die Enzymtherapie wird eingesetzt zur Bekämpfung von Erkrankungen des menschlichen Organismus, aber auch vorbeugend werden Enzympräparate eingesetzt, z.B. zur Stärkung des Immunsystems und der Selbstheilungskräfte.
Krankheiten, die eine Enzymtherapie erfordern können sind rheumatische Erkrankungen, Entzündungen von Blutgefäßen, Venen, Harnwegen, Nasennebenhöhlen sowie Krebserkrankungen aller Art. Dabei sollen Enzyme das Immunsystem regulieren, Heilungsprozesse fördern und durch den Einsatz bestimmter eiweißspaltender Enzyme die Ausbreitung von Tumorzellen eindämmen bzw. die Bildung von Metastasen verhindern.

Enzyme arbeiten nur bei einem bestimmten ph-Wert bzw. einer konstanten Temperatur, sie sind außerdem substratspezifisch. Nur in einer optimalen Umgebung können Enzyme also ihre Wirkung entfalten und ihren Beitrag zur Erhaltung/ Aufbau der Gesundheit leisten.

Durchführung einer Enzymtherapie

Nach der Diagnose der Krankheit werden individuelle Schritte bzw. Dosen und Kombinationen der Enzymgaben ermittelt. Dies kann je nach Alter des Patienten und Schwere der Erkrankung sehr unterschiedlich ausfallen. In der Regel werden die Enzyme anhand einer Tablettengabe verabreicht. Dazu gehört ggf. auch eine Phase der Gewöhnung an die Präparate, da unmittelbar nach Beginn der Therapie nicht selten unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und allergische Reaktionen auftreten können.

Zur Geschichte der Enzymtherapie

Seit jeher wurden in verschiedensten Kulturen auf allen Kontinenten mit natürlichen Früchten wie beispielsweise wie Papaya, Ananas und Aloeblätter Schmerzen, Entzündungen und Erkrankungen wirkungsvoll behandelt – wobei das Wissen um den Enzymgehalt der jeweiligen Pflanze zweifelsohne nicht vorhanden war bzw. ist. Bis heute sind diese Therapieformen üblich.
Die Forschung um Enzyme begann erst im 19. Jahrhundert umfassend mit der Entdeckung des Pepsins durch den Biologen Theodor Schwann.
Wenig später veröffentlicht der schwedische Wissenschafter Jöns Jacob Berzelius seine Beobachtungen von katalytischen Prozessen in Pflanzen und Lebewesen.
Der Franzose Louis Pasteur schließlich untersuchte Fermentationsprozesse – die Forschung um die Enzyme hatte in der Biochemie einen festen Platz eingenommen.

Der Einsatz von Enzymen in der Medizin startete zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Schotten John Beard. Dieser experimentierte mit tierischen Enzymen für seine krebskranken Patienten. Auch Freund und Kaminer setzten Erkenntnisse aus der Enzymforschung für den Kampf gegen den Krebs ein – ebenso wie Adolf Gaschler in den 1950ern.
Wichtige Forscher waren auch Wolf und Benitz, die an der Universität von Columbia forschten und lehrten und Enzyme zur Behandlung von degenerativen Krankheiten einsetzten.

Auch heute wird die Enzymtherapie auch in Verbindung mit Chemo- und Strahlentherapie zum Kampf gegen den Krebs eingesetzt.

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