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Ayurveda

Geschichte des Ayurveda

Seit wann es Ayurveda schon gibt ist nicht überliefert, es wird aber auf mindestens 5000 Jahre geschätzt. Die ältesten Aufzeichnungen sind ca. 3000 Jahre alt. In einigen davon wird Dhanvantari, aus der hinduistischen Mythologie, als Begründer des Ayurveda betrachtet.

Schon in der Steinzeit, so Professor Andrea Cucina von der Universität Missouri-Columbia, sollen die alten Inder von Mehrgarh (Pakistan) vor rund 7000 bis 6000 Jahren vor Christi zahnärztliche Kenntnisse besessen haben. Professor Cucina entdeckte Zähne, in die kleine Löcher gebohrt waren und die wahrscheinlich mit pflanzlichen Pasten oder auch anderen Substanzen gefüllt waren.

Im Indien des 6. Jahrhunderts vor Christi war unter den Ärzten die Anatomie des menschlichen Körpers (Sehnen, Nervengeflecht, Muskeln etc.) schon sehr gut bekannt. Ebenso gab es ein gutes Verständnis der menschlichen Verdauung und des Blutkreislaufes.

Das Ayurveda

Ayurveda = Lebensweisheit oder Lebenswissenschaft. Der Begriff Ayurveda stammt aus dem indischen Sanskrit und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Ayus = Leben und Veda = Wissen.

Ayurveda ist eine ganzheitliche Lebensphilisophie in der es um Philisophie, Erfahrungen, wichtige Aspekte für die menschliche Gesundheit (psychisch, emotional, mental und spirituell) geht.

Hierzu hat sich auch ein einprägsamer Satz entwickelt: "Was immer wir selbst tun können, um unsere eigene Gesundheit zu stärken, wirkt besser als das, was andere für uns tun."

Die aryurvedische Typologie eines Menschen wird unterschieden in:

  • Vata (Wind, Luft und Äther Pneuma)
  • Pitta (Feuer und Wasser, Chole)
  • Kapha (Erde und Wasser, Phlegma),

in diesem Zusammenhang wird auch von unterschiedlichen Temperaturen oder Lebensenergien (Doshas) gesprochen.

Diese drei Typologien kommen in jedem Organismus vor und sind meistens unterschiedlich dominat. In wenigen Fällen dominieren 3 dieser Doshas, meistens sind es nur zwei. Wer gesund ist, so die ayurvedische Vorstellung, in dessen Körper befinden sich diese drei Typologien in einem harmonischen Gleichgewicht.

Die Kenntnis, welche Doshas im menschlichen Körper des Patineten vorherschen, ist für den Therapeuten eine wichtige Vorraussetztung, um dem Clienten die richtigen Medikamente oder Behandlungen zukommen zu lassen.

Grundsätzlich ist aber die ayurvedische Lebensphilosophie die Basis für einen gesunden Körper und einen gesunden Geist. Sie dient der Prophylaxe und fördert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Dazu gehören vor allem die Massagen und Reinigungszeremonien.

Die ayurvedische Ernährungslehre

Die richtige Ernährung gehört ebenfalls zur ayurvedischen Heilkunde. Auch hier spielen die Doshas (Typologien) des jeweiligen Menschen eine Rolle. Für jeden Typ gibt es unterschiedliche Ernährungsvorschläge.

Allgemeine Empfehlungen (gilt für alle Typen):

  • nur bei Hunger essen
  • keine Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen
  • die Hauptmahlzeit mittags einnehmen
  • nie in unruhiger Gemütsverfassung essen
  • mindestens drei Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einlegen
  • sich nicht völlig satt essen
  • frische Lebensmittel essen
  • Wasser (auch erwärmtes) und Kräutertee trinken
  • alle fünf Geschmacksrichtungen sollten in jeder Mahlzeit enthalten sein.

Im Ayurveda wird Nahrung grundsätzlich als Information angesehen. Diese wird von den Doshas aufgenommen. Idealerweise wird diese Information in so genannte Ojas, immaterielle, feinstoffliche Substanz, verwandelt. Ojas stärken den Körper (Immunsystem) und verbinden Körper und Geist miteinander. Ojas entstehen auch bei positiven Erfahrungen.

Damit Ojas sich bilden können, ist ein gutes Agni (eine gute Verdauung) wichtig. Die gute Verdauung wird vor allem durch die Qualität der Nahrungsmittel beeinflusst. Wer sich mit Magenproblemen wie Blähungen, Sodbrennen oder Völlegefühl plagt, kann vielleicht schon durch die Wahl der Lebensmittel hier Abhilfe schaffen.

Mala (Rückstände) und Ama (Giftstoffe) werden dagegen erzeugt, wenn die Verdauung schlecht ist. Diese Stoffe sammeln sich im Körper an. Dadurch kann es dann wiederum zu Stoffwechselstörungen und auch zu einem seelischen Ungleichgewicht kommen.

Die 3 ayurvedischen Klassen der Nahrungsmittel (Gunas):

Sattva-Guna Milchprodukte, Getreide, Früchte und Gemüse die süß und saftig oder ölig sind.
Sie verlängern laut Ayurveda die Lebensdauer und steigern die Zufriedenheit.
Rajo-Guna Bittere, sauere, salzige, scharfe, heiße oder trockene Nahrungsmittel. Erhitzen der Lehre zufolge Körper und Psyche durch Überstimulation und verursachen Aggressionen. Dazu zählen zum Beisliel Chili, Zwiebel und Knoblauch sowie Alkohol und andere Drogen regelmäßig in unangemessener Menge.
Tamo-Guna Überreife bis faule Nahrungsmittel, abgestandene oder wieder aufgewärmte Nahrungsmittel, Alkohol und andere Drogen (regelmäßig konsumiert).

 

Sattvisch wird im Ayurveda eine ausgewogene Ernährung benannt. Der Verzehr von Fleisch sollte sehr achtsam geschehen.

Fleisch wird normalerweise nur bei abgemagerten Menschens des Vata-Typus empfohlen. Daher ist das Ayurveda auch keine vegetarische Ernährungslehre. Sogar Alkohol ist in geringen Mengen erlaubt: Wein zum Beispiel vertreibt die Müdigkeit.

Ernährungsempfehlungen für die einzelnen Doshas Typen:

  • Vata-Typen:
    Dem Ayurveda zufolge neigen diese Typen zu Verdauungsstörungen und sollen daher gekochte und leicht verdauliche Kost bevorzugen.
    Die Mahlzeiten sollten warm sein und etwas Fett enthalten.
    Die empfohlenen Geschmacksrichtungen sind salzig, sauer und süß. 
  • Pitta-Typen:
    Diese Ayurveda-Typen haben ein starkes „Verdauungsfeuer".
    Sie können kalte und warme Speisen zu sich nehmen, von mittelschwerer Konsistenz.
    Ihre Geschmacksrichtungen sind bitter, süß und herb. 
  • Kapha-Typen:
    Diese sollten nur mäßig gegarte und warme Speisen essen, viel frisches Obst und Gemüse.
    Die Geschmacksrichtungen sind scharf, bitter und herb.
  • Kinder:
    Für Kinder wird die Ernährung der Kapha-Typen empfohlen.

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