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Aromatherapie

Geschichte

Duftstoffe, ätherische Öle und andere Formen zur Aromaerzeugung wie z. B. Räucherwerk wurden seit eh her zu therapeutischen und rituellen Zwecken verwendet. Daraus ist unter anderem auch das heutige Parfüm entstanden.

Durch einen Unfall im Jahre 1910 im Labor des französischen Chemikers René Maurice Gattefossé, bei dem dieser sich Verbrennungen an Händen und am Kopf zuzog, kam dieser auf die Idee, die verbrannten Stellen mit Lavendelöl zu behandeln. Das erfolgreiche Ergebnis, eine rasche Heilung ohne Narbenbildung, ließ ihn in diese Richtung weitere Forschungen betreiben.

Gattefossé entwickelte unter anderem eine antiseptische Seife, die schon im ersten Weltkrieg zur Desinfektion von Verbandmaterial und Kleidungsstücken verwendet wurde. Ab 1923 richtete Gattefossé seine ganze Aufmerksamkeit auf das Studium der medizinischen Eigenschaften der Substanzen.

Es folgte die Produktion diverser Produkte mit ätherischen Ölen. Besonders die Bergamotte-Essenzen mit ihren antiseptischen Wirkungen hatten es ihm angetan. Aber auch Schönheitsprodukte wurden hergestellt.

Zu seinen letzten der diversen Publikationen gehörten die Werke „Aromatherapie" und „Essentielle Antiseptika". Diese beeinflussen die Anwender der ätherischen Öle noch heute. Durch den Titel seines Buches wurde zum ersten Mal der Begriff „Aromatherapie" geprägt.

Anwendung

Als Aromatherapie wird die kontrollierte Anwendung ätherischer Öle, um Körper und Gesundheit zu erhalten, bezeichnet. Auch werden Geist und Seele auf eine positive Art beeinflusst.

Die Aromatherapie ist die Behandlung von Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen mit ätherischen Ölen. Die Aromatherapie ist Bestandteil der komplementärmedizinischen Methode und der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie).

Duftstoffe sprechen den Körper auf unterschiedliche Weisen an:

Vor allem der Geruchssinn wird angesprochen. Diese Sinneswahrnehmung kann, je nach Geruch, positive Effekte, wie z.B. Gefühlseindruck, Erinnerung an positive Ereignisse und reflektorische Beeinflussung von Körperfunktionen herbeiführen. Diese Effekte treten vor allem in der Aromatherapie-Massage auf und sind somit ein wichtiger Bereich in der alternativen Gesundheitspflege. Diese Art der Massage erfordert Kenntnisse der Anatomie, der Massagetechniken und insbesondere der Eigenschaften der verwendeten ätherischen Öle.

Durch Einnahme oder Inhalation können ätherische Öle auch direkten Einfluss auf die Organe haben. So ist bekannt, dass zum Beispiel Lavendelöl beruhigend, Thymian aktivierend, Jasminöl anregend und Zitronen- oder Orangenöl die Stimmung anheben sollen.

Durch die antibiotische Wirkung einiger ätherischer Öle, eignen diese sich besonders für die Behandlung von leichten Infekten. Auch zur Vorsorge können diese Substanzen verwendet werden.

Zur Behandlung eignen sich reine Aromaöle, aber auch Heilkräuter und Gewürze (Thymian, Zitronenmelisse, Salbei). Insbesondere bei Erkältungskrankheiten findet diese Therapieform einen hohen Anklang. Hier sind die Inhalation und die direkte Einnahme, aber auch die Verdunstung zur Anreicherung der Raumluft am häufigsten verbreitet.

Verschiedene Öle eignen sich zudem zum direkten Auftragen auf die Haut. Allerdings ist hier auf eine Hautverträglichkeit zu achten und ggf. sind die Essenzen zu verdünnen oder mit anderen Substanzen als Trägeröl zu mischen.

Rechtliche Hinweise

Sofern ätherische Öle in Arzneimitteln enthalten sind, unterliegen diese dem Arzneimittelrecht. Sie sind im Europäischen Arzneimittelbuch und im deutschen Arzneibuch beschrieben. Ätherische Öle sind in ca. 2000 Medikamenten enthalten.

Ätherische Öle in kosmetischen Präparaten unterliegen der europäischen Kosmetikverordnung.

Ätherische Öle sind frei verkäuflich und von jedem anwendbar.

Nebenwirkungen und Hinweise

Alle pharmazeutischen Wirkstoffe und dazu gehören auch ätherische Öle, müssen sorgfältig verwendet werden. Überdosierungen können sowohl ungewollte Nebenwirkungen wie auch toxische Erscheinungen hervorrufen. Ein besonderes Augenmerk ist hier auf Kinder, Schwangere und geschwächte Menschen zu legen.

Unverdünnte Anwendung kann unter Umständen zu Reizungen oder bei besonders empfindlicher Haut zu Verätzungen führen. Kleinkinder sollten mit ätherischen Ölen nicht behandelt werden.

Viele auf dem Markt erhältlichen Produkte werden synthetisch oder halbsynthetisch hergestellt. Grundsätzlich ist die Anwendung von Produkten aus natürlicher Quelle zu bevorzugen. In manchen Produkten wurden, hervorgerufen durch unachtsamen Anbau bzw. Verarbeitung, unerwünschte Giftstoffe gefunden, wie zum Beispiel Terpene im beliebten Teebaumöl.

Von einer Anwendung ohne einen vorherigen Allergietest ist ebenfalls abzuraten.

Der deutsche Gesetzgeber definiert als Aromatherapeuten Personen, die im Besitz der Erlaubnis zur beruflichen Ausübung der Heiltätigkeit sind - also Ärzte und Heilpraktiker. Die Aromatherapie ist in Deutschland in einer berufsergänzenden Ausbildung zu erlernen.

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